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Das erste Mal, ein letztes Mal?

Das erste Mal hat etwas ganz Besonderes an sich. Ja, es vermag einen zu verzaubern, wie es kein anderes Mal kann, denn es gibt das erste Mal, und dann gibt es jedes weitere Mal. 

Alles, was danach kommt, ist eine Variation des Gleichen, die kaum bleibende Erinnerungen hinterlässt, oder?

Auch wenn jeder Moment oder jede Sache noch angenehm oder sogar einigermaßen erinnerungswürdig sein mag, verblassen sie alle im Vergleich zum ersten Mal. Das gilt für schöne Autos, für gutes Essen, für einen guten Wein und oft leider auch für schöne Frauen. Selten nehmen das zweite, dritte und vierte Erlebnis denselben Platz in der Erinnerung ein, wie das erste...

Diejenigen von Ihnen, die schon einmal ein fein gearbeitetes Kleidungsstück in den Händen gehalten haben, werden sich an das erste Mal erinnern, als sie dies taten. Die Kostbarkeit der Fasern, die Feinheit der Nähte, die Passform und das Gefühl etwas ganz außergewöhnliches sein Eigen nennen zu dürfen –  ja, das sind Momente die wir immer wieder erleben wollen. 

 

Doch hat leider unsere Vorliebe für das “erste Mal” dazu geführt, dass wir das Rad immer wieder neu erfinden müssen, um unser menschliches Verlangen nach einer weiteren “Premiere” zu befriedigen. 

Aber was, wenn unsere Affinität hierzu in einem circulus vitiosus mündet? 

Was, wenn es uns zwingt, unsere eigentlichen Werte aufzugeben und uns auf den Weg schickt, uns selbst zu verleugnen, um uns selbst bestätigen zu können? 

Und schauen wir einmal genau hin, stellen wir leider fest, dass dieses Paradigma jede Facette des modernen Lebens berührt - wir sehen es überall. 

In dem Bestreben, uns ihr Werk einzuprägen, konnten die Autoren, Produzenten und der Regisseur von James Bond keine andere Lösung finden, als das Vermächtnis von Bond aufzugeben und ihn auf noch nie dagewesene Weise zu töten - und diesen Moment für immer als das "erste" Mal in unser Gedächtnis einzuprägen. In ähnlicher Weise hat BMW - in dem Bemühen, unsere Aufmerksamkeit zu erregen - den ikonischen "Hofmeister-Knick" aus seiner neuen Designsprache entfernt und denken wir an die Modebranche reicht ein einfaches „Brioni!“ und jeder weiß sofort was Sache ist…

Die Ausnutzung unserer Obsession für das „Erste“

Und da wären wir auch beim vielleicht besten Beispiel für das Paradigma des "Ersten" angekommen: die Mode. Hier wird unsere Faszination für das „Erste" bis zum Äußersten ausgenutzt.

Der Modezirkus, in dem die Stile, Themen und Ideen von Tag zu Tag ausgefallener werden um bloß aufzufallen - und das alles, weil sie in einem endlosen Wettbewerb um unsere Aufmerksamkeit stehen. Historische Bedeutung, handwerkliche Sorgfalt und die grundlegenden Werte der Marke werden im Streben nach unserer Aufmerksamkeit aufgegeben, da diese nicht mehr als „erstes Mal“ taugen. So jedenfalls die Handlungs-Maxime.

Vertieft in ihre abwegige Mission, unsere Vernarrtheit in das Erste auszunutzen, haben die führenden Modehäuser der Welt ihrer DNA und ihrem Erbe irreparablen Schaden zugefügt. 

Noch wichtiger ist, dass sie die Gelegenheit verpasst haben, sich einer sinnvollen Aufgabe zu widmen - nämlich als Hüter von Kultur und Geschichte zu fungieren. Sie haben die Chance verpasst, ihre kulturelle und historische Bedeutung zu nutzen, um den Zeitgeist zu erfassen und (neu) zu definieren.

Geht das denn Besser?

Das Gegenmittel gegen diese Absurdität

Es ist in der Tat eine traurige Angelegenheit. Aber verzweifeln Sie nicht, meine Herren, denn es gibt ein Gegenmittel gegen diese Absurdität. 

Es ist in der Wertschätzung der Zeitlosigkeit zu finden. Wer heute "Erster" sein will, muss anders sein. Wenn man sich an die Zeitlosigkeit hält, geht es darum, besser zu sein. Es geht darum, auf der Vergangenheit aufzubauen und sie kontinuierlich zu verbessern. 

Es ist nicht ohne Grund, dass Cesare Attolini, den Slogan „zeitlose Eleganz“ mit seiner Marke verbindet. Sie tun dies, weil sie an die Werte der Zeitlosigkeit glauben und dieses tagtäglich nach Außen tragen. Die Qualität der Handwerkskunst ist die Grundlage ihrer Marke, und sie sind ständig bestrebt, diese zu verbessern. Es geht ihnen nicht darum, Kleidung zu machen, die anders ist, sondern vielmehr darum, Kleidung zu machen, die besser ist. 

Für Attolini ist das Anderssein das Nebenprodukt des Besser-Seins. 

 

Wenn es um Kleidung geht, ist das Nebenprodukt des Besserseins die Seele. Nehmen Sie zum Beispiel eine sogenannte "Luxus"-Handtasche - die meisten bestehen aus synthetischen Materialien und sind schlecht verarbeitet. Ein Attolini-Anzug hingegen wird nur aus den edelsten Materialien gefertigt und in sorgfältiger Handarbeit hergestellt. In jeder Naht stecken Leidenschaft und das Know-how ganzer Generationen. So wird das Produkt von einem spürbaren Gefühl der Seele bestimmt. 

Wenn man etwas mit Seele umarmt, zeigt das, dass man eine Reihe von Werten hat. Es zeigt nicht nur, dass Sie geschmacklich anspruchsvoll sind, sondern auch, dass Ihnen das Handwerk am Herzen liegt, dass Sie die historische Bedeutung zu schätzen wissen und vor allem, dass Sie sich um diejenigen sorgen, die schöne Kleidungsstücke herstellen.

Denn ohne diese Kunsthandwerker könnte es keine Kreationen von solcher Schönheit geben. 

Die heutige geopolitische Landschaft erinnert uns eben daran, wie wichtig die Aufrechterhaltung der eigenen Werte ist, und dass jetzt die perfekte Zeit ist, um für Ihre Werte zu sprechen und zu kämpfen - nicht nur für Kleidung, sondern für die Menschheit.

Anders zu sein ist das Nebenprodukt des Besserseins

Ein Mann, der dieses Konzept verkörpert und unsere Spring/Summer Kollektion inspiriert hat, ist Aristoteles Onassis. Aristoteles zeichnete sich sowohl in der Geschäftswelt als auch im Stil aus, nicht weil er versuchte, anders zu sein, sondern weil er versuchte, besser zu sein. 

Er strotzte nur so vor Geschäftssinn und triefte nur so vor stilistischer Pracht. Aus diesem Grund ist sein Name in die Geschichte eingegangen. 

Also, meine Herren, wenn Sie in dieser Saison etwas tun, dann legen Sie weniger Wert auf die erste Erfahrung - machen Sie kein Trara darum, anders zu sein. Seien Sie einfach besser...

 

ENTDECKEN SIE UNSERE SPRING / SUMMER COLLECTION